Tibetische Tigerteppiche gehören zu den eigenwilligsten Objekten der textilen Welt – ihre stilisierten Muster folgen einer Bildsprache, die weder rein ornamental noch wirklich figürlich ist, sondern irgendwo dazwischen schwebt. Tibor nimmt diese Formensprache auf und übersetzt sie in einen Webstoff: geometrisch verdichtet, mit einer Oberfläche, die durch den bewussten Einsatz von Slub-Garnen und wechselnden Bindungen eine ausgeprägte Textur entwickelt.
Das Teal dieser Ausführung ist kein einfaches Blaugrün – es hat die Tiefe eines gut gealterten Lacks, das Gewicht einer ernsten Farbe, die dennoch Licht aufnimmt. Auf der strukturierten Oberfläche von Tibor entstehen durch Licht und Schatten immer neue Nuancen, die das Dessin lebendig halten, ohne es unruhig zu machen.
Mit 50.000 Martindale-Zyklen ist Tibor für nahezu jeden Einsatzbereich ausgelegt: Vorhänge, Polsterbezüge, Sitzmöbel in der Gastronomie oder im Hotel. Der Griff ist trotz des trockenen, matten Erscheinungsbilds ausgesprochen weich – ein Kontrast, der den Stoff für Bereiche besonders geeignet macht, in denen Optik und taktile Qualität gleichermaßen zählen.